Prüfungs- und Fälschungsmethoden

Das Ölen:

Öle werden schon seit den frühen Hochkulturen verwendet, um Risse in transparenten oder durchscheinenden Steinen zu verbergen und diese optisch zu verbessern. Die Steine erhalten eine kräftigere Farbe und einen stärkeren Glanz. Zunehmend werden dabei jedoch Öle mit Farbzusätze eingesetzt um die Farbe eines Steines zu verändern oder diese kräftiger erscheinen zu lassen. z.B.: Achat, Aquamarin, Beryll, Rubin, Saphir, Topas.

Das Paraffinieren:

Wachse werden vor allem verwendet, um Risse in opaken Steinen zu kaschieren und diese optisch zu verbessern. Wie beim Ölen erhalten die Steine dadurch eine kräftigere Farbe und einen stärkeren Glanz. Wie Öle kann dem Wachs Farbe zugemischt werden um die Farbe des Steines kräftiger erscheinen zu lassen. z.B.: Azurit, Chrysokoll, Lapislazuli, Malachit, Rubin, Türkis.

Das Stabilisieren:

Kunstharze werden vor allem verwendet, um weiche oder poröse Steine besser haltbar und unempfindlicher gegen chemische Einflüsse zu machen und diese optisch zu verbessern. z.B.: Azurit, Azurit-Malachit, Malachit, Türkis.

Das Rekonstruieren:

Durch das Zusammenfügen von Schleifstaub oder pulverisiertem Abfallmaterial, oft in Kombination mit verschiedenen Kunststoffen werden undurchsichtige Steine zusammengefügt. z.B.: Azurit-Ma-lachit, Bernstein, Hämatit, Opal, Türkis.

Das Färben:

Farblösungen kann leicht in einen porösen Stein eindrin-gen, wobei die Eindringtiefe oft noch durch Erwärmen und damit dunnflüsser werden der Farblösung verstärkt wird. Diese oft monatelange Prozedur der Färbung wird oft im druckverminderten Raum, selten auch mit höheren Drücken durchgeführt. In einigen Fällen wird der gefärbte Stein dann anschließlich noch Hitzebehandelt um die Farbgebung zu stabilisieren. z.B.: Achat, Karneol, Onyx, Sarder, Türkis.

Die Hitzebehandlung:

Durch eine Hitzebehandlung kann die Farbe und die Transparenz verändert werden, sowie störende Einschlüsse entfernt und Störungen im Kristallgitter verbessert werden. z.B.: Aventurin, Chalcedon, Citrin, Praseolith, Rauchquarz, Saphir.

Die Bestrahlung:

Bestrahlungen werden entweder mit energiereicher, elektromagnetischer Strahlung (Gamma, Röntgen- oder UV-Strahlung) oder mit Elementarteilchen wie Elektronen oder Neutronen durchgeführt. z.B.: Amethyst, Aquamarin, Beryll, Chrysoberyll, Diamant, Halit, Hiddenit, Kunzit, Quarz, Rauchquarz, Saphir, Spodumen, Topas, Turmalin, Zirkon.

Die Synthese:

Durch im Labor erzeugte Bedingungen werden Steine aus dem gleichen chemischen Material hergestellt, wie es auch in der Natur geschieht. z.B.: Almandin, Alu-nit, Diamant, Rubin, Saphir, Smaragd, Spinell, Topas, Zirkon.

Die Imitation:

Das optisch ähnliche Imitationsmaterial sieht den Steinen zwar sehr ähnlich, seine chemischen und physikalischen Eigenschaften unterscheiden sich jedoch wesentlich vom imitierten Stein. z.B.: Amethyst, Aquamarin, Aventurin, Bergkristall, Diamant, Granat, Hemimorphit, Opal, Smithsonit, Spinell, Turmalin.

Edelsteine als kostbare Schmucksteine werden schon seit mehreren tausend Jahren geschönt oder gar gefälscht. Das liegt daran, dass im Handel mit geschönten und gefälschten Steinen sehr gut zu verdienen war. Sehr schwer ist jedoch historisch abzuschätzen, ob Imitationen aus Fajance oder Glas im frühen Mesopotamien und Ägypten schon als Fälschungen anzusehen sind. Amulette aus farbigem Glas in mesopotamischen, ägyptischen, griechischen und keltischen Gräbern zeigen jedoch, dass Glas schon seit etwa 4000 Jahren als “Steinersatz” für Amulette verwendet wurde.

Erste schriftliche Hinweise, dass Steine gefälscht oder farbverändert wurden boten erst die römischen Autoren. Mit dem Boom der modernen Steinheilkunde und der damit zunehmenden Menge an notwendigen “Heilsteinen” wuchs der Anteil der Fälschungen und neuen Fälschungs-Methoden immer stärker an.

Heute unterscheidet man bei der Veränderung von Heilsteinen bei denen die Heilsteine absolut gefälscht werden, das heißt aus einem Stein ein vollkommen anderer Heilstein entsteht, oder Fälschungen, die nur den Wert eines Heilsteines verändern, den Ursprungsstein jedoch lassen und zunehmend mehr Synthesen und Imitationen. Problematisch dazu ist auch die “Farbverfälschung” durch verschiedene Arten der radioaktiven Bestrahlung.

Vitrine 39

Vitrine 39 des Heilstein-Museums zeigt eine Sammlung von Fälschungen, die den breiten Einsatz vom Färben bis zur Synthese und Imitation darstellt.

Unsere Spezialitäten:

Dekorative Mineralien
Feng-shui Kristalle
Heilsteine
Heilsteinbücher
Heilstein-Essenzen
Kolloidales Silber
Silbergeneratoren
Klinoptilolith

Hier finden Sie uns

Lavandinum - Heilsteinmuseum

Brigitta & Werner Kühni
An der Streu 29
D - 97640 Stockheim

Kontakt

Rufen Sie einfach an

Beratung:

+49 9776 / 705 157

Verkauf & Versand:

+49 9777 / 358 492

oder nutzen Sie unser Kontaktformular.

Heilstein-Museum

Öffnungszeiten:

Zur Zeit nur nach

telefonischer Anfrage
09776 - 705157